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Der erste und wichtigste Schritt besteht in einem Backup der Systempartition(en)!

  1. Download der Komponenten:
  2. Booten:
    Es ist ziemlich wurscht, ob man mit den oben heruntergeladenen Komponenten bootet, oder ob man hierzu Knoppix oder sonstwas benutzt. Wichtig ist
  3. Vorbereiten der Partitionen:
    Löschen der alten Partition(en) mit mke2fs, mounten der Partitionen.
    Alternativ kann die alte Installation auch in einen Unterordner verschoben werden, wenn auf der Root noch genug Platz ist.
  4. Restore:
    Image auspacken, restoresymtable löschen (restore rf).
  5. Chroot:
    Umschalten der Umgbung auf das just installierte System (chroot), Ändern des Root-Paßwortes mittels passwd root.
  6. Editieren folgender Dateien in /etc:

  7. Modulabhängigkeiten neu berechnen:
    update-modules; depmod -a
  8. Editieren von /boot/grub/menu.lst:
    Anpassen der kopt-Zeile, anpassen der groot-Zeile
  9. Editieren von /boot/grub/devices.map:
    Anpassen der Zuordnung von hd0 auf sda oder hda, je nach Bootplatte
  10. Installieren von Grub:
    grub-install /dev/sda bzw. /dev/hda, je nach Botplatte aufrufen.
  11. mkinitrd:
  12. mount /proc; mkinitramfs -o /boot/initrd.img-kernelversion kernelversion; umount /proc
  13. Löschen der alten Netzwerkkartenzuordnung:
  14. rm /etc/udev/rules.d/z25_persistent-net.rules
  15. cleanup:
  16. Verlassen der Chroot mit Ctrl-D, unmounten aller Partitionen, Reboot.
Das Root-Paßwort der neu installierten Distro ist "poc", sollte die Paßwortänderung in Schritt 5 vergessen worden sein.
Zu Beginn eine kleine Einführung in die unterschiedliche Handhabung von Debian im Vergleich zur PoC-Distro.

Debian setzt grundsätzlich auf binäre Pakete auf. Ein Großteil der Pakete wurde von den jeweiligen Maintainern auch so zusammengebaut, daß sie prima funktionieren. Mit einigen Paketen bin ich so nicht einverstanden (z. B. Sendmail), diese baue ich selbst als Binärpakete zusammen und stelle sie auf meinem Server zu Verfügung.

Zur Zeit finden sich dort die folgenden, angepaßten Pakete:

Mit apt-cache kann man danach suchen und die Beschreibung dazu lesen.

Die Paketverwaltung wird angesprochen mit den Apt-* und Dpkg Programmen.

In den Manpages finden sich ausführliche Hinweise zur Bedienung. In Kürze:


Tricks und Kniffe:
Jetzt geht die Arbeit mit der Installation und Anpassung der einzelnen Dienste erst richtig los. :-)

Derzeit gibt es noch keine "runde" Lösung für Firewall und Masquerading, das ist aber in Vorbereitung.

IVZ

  1. DSL Einwahl
  2. DNS
  3. Ssh
  4. Spamassassin
Wer mag, darf gerne mit Kurzanleitungen an mich herantreten, die ich hier dann ggfs. veröffentlichen werde.

DSL Einwahl

Installation: Vorinstalliert
Konfigurationsdateien liegen in /etc/ppp. Grundsätzlich wird mit pppoeconfig die Grundkonfiguration vorgenommen. Wer seine Zwangstrennung möglichst kurz halten will, kann die letzte Zeile in der /etc/inittab einkommentieren.

DNS

Installation: apt-get install bind
Konfigurationsdateien liegen in /etc/bind. Konfigurationen sind in den entsprechenden Konfigurationsdateien in /etc/bind einzutragen (hinweise in named.conf beachten).

Ssh-Server

Installation: Vorinstalliert
Konfigurationsdateien liegen in /etc/ssh. Sinnvollerweise werden die Hostkeys aus /etc aus der alten Distribution hierher kopiert, um Fehlermeldungen auf Clientseite zu vermeiden. Wer diese nicht mehr hat oder aus irgendwelchen Gründen nicht verwenden möchte, kann in /etc/ssh ein make absetzen, das erzeugt die Keys neu. In jedem Falle ist ein /etc/init.d/ssh start hinterher abzusetzen, weil der Server ganz ohne Keys natürlich nicht startet.

Spamassassin

Installation: apt-get install spamassassin
Die Installation zieht noch ein paar Pakete hinterher, das ist aber notwendig. Hernach muß die Datei /etc/default/spamassassin editiert werden: Jetzt ist die Datei /etc/spamassassin/local.cf dran. Ich empfehle folgende Settings:
lock_method flock
ok_languages en de
ok_locales en
internal_networks 192.168.59/24
trusted_networks 217.28.96/20 192.168.59/24
report_safe 0
required_score 4.0
bayes_learn_during_report 0  # Das erst ab ca. 1000 Spam/Ham Mails einschalten
#
use_dcc 0
use_pyzor 0
#
bayes_expiry_max_db_size 500000
bayes_auto_expire 0
bayes_learn_to_journal 0
bayes_auto_learn_threshold_spam 6
# Rewrite scoring a bit to get more dependency on bayes
score BAYES_99 (6)
Natürlich müssen ein paar Variablen angepaßt werden:

Jetzt kann Spamassassin gestartet werden: /etc/init.d/spamassassin start

Pro User, der den Spamfilter (erstmal nur zum Taggen von Nachrichten) benutzen möchte, legt sich eine Datei .procmailrc in seinem Home an. Inhalt:

:0fw:
|/usr/bin/spamc
Fertig. Anhand der in der Mail hinzugefügten Header kann das Mailprogramm nun die Mails sortieren. Das kann man -so man IMAP Zugriff hat oder mit Pine Mails bearbeitet- auch schon von procmail(1) vorfiltern lassen. An obige .procmailrc muß folgendes angehängt werden:
:0:
* ^X-Spam-Status: Yes, .*$
mail/Spam
Damit landen die Mails dann automatisch in einem Ordner "Spam".

Allerdings ist die Erkennungsrate mit dem Standardspamassassin lächerlich gering. Daher empfehle ich, den SA als lernfähige Variante einzusetzen. An der Konfiguration ändert sich im Großen und Ganzen nichts. Allerdings muß man eine Datenbank mit Prüfsummen aufbauen. Das geht so:

Wenn bayes_min_ham_num gute und bayes_min_spam_num (default 200) schlechte Mails zusammengesammelt wurden, setzt der Bayes-Mechanismus ein und klassifiziert diese dann weiterhin. Wieviele Mails schon klassifiziert wurden kann man mit sa-learn --sync; sa-learn --dump magic feststellen. nham und nspam sind die Variablen, auf die es ankommt.

Wenn mal eine Menge Mails zusammengekommen ist (so an die 1000 Stück pro Kategorie), dann kann bayes_learn_during_report auf 1 gesetzt werden. Der SA lernt dann selbständig Mails mit hohem Score als Spam und Mails mit kleinem Score als Ham an.

Diese Variablen oben herunterzusetzen, damit Bayes früher anspringt, ist möglich, man muß aber dann mehr Handarbeit durch Fehlklassifizierungen einkalkulieren. Siehe unten.

Die Routinen zum erzeugen der Datenbank erzeugen mit ext3 (Journal) erhebliche (!) Plattenlast, was gerade bei IDE Maschinen dafür sorgen dürfte, daß man nebenher wenig vernünftig arbeiten kann. Wenn man also einmalig z. B. sein mehrere 100MB aus 10 Jahren umfassendes Mailarchiv einlesen möchte, so empfiehlt es sich, dies nicht auf einer ext3-Partition zu tun:

Diese manuellen Aufrufe kann man natürlich alle per cron automatisieren. Mails in Mailordnern, die schon klassifiziert wurden, werden nicht nocheinmal in der Datenbank vermerkt. Wenn eine Mail vorher allerdings (versehentlich) als schlecht klassifiziert wurde und wird nochmal neu mit --ham klassifiziert, so fliegt der Spameintrag aus der DB raus und es wird ein Hameintrag daraus. Dadurch kann man die Mailordner schadlos immer wieder einlesen und falsch klassifizierte Mails einfach in der Gegend herumschieben bis sie im richtig zu klassifizierenden Ordner gelandet sind.


Die folgenden Verbesserungen betreffen das Image in Version 1.0 und werden in der nächsten Version berücksichtigt: Die folgenden Verbesserungen betreffen das Image in Version 1.1 und werden in der nächsten Version berücksichtigt: Die folgenden Verbesserungen betreffen das Image in Version 2.0 und werden in der nächsten Version berücksichtigt: Als größte Neuerung ist das 2er Image jetzt nicht mehr Debian Sarge (3.1), sondern Debian-Etch (4.0) basiert.
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