| Buchempfehlungen: Peter Pohl |
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Peter Pohl ist eigentlich kein Jugendbuchautor. Er schreibt sehr eingängig und realitätsnah, womit manche Kinder aufwachsen müssen. Vieles ist selbst erlebt. Keine leichte Kost für eben mal nebenher lesen.
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Peter Pohl: Jan, mein Freund (Janne min vän) (ISBN 3-473-58018-X), Erschienen 1985. Peter Pohl beschreibt hier auf seine Weise, wie Freundschaft sich entwickelt, die Probleme und Schwierigkeiten aber auch die schönen Zeiten. Jan ist nicht irgendwer, Jan ist was ganz besonderes, das weiß Krister. Und jetzt steckt Jan anscheinend in ziemlichen Schwierigkeiten... Sehr lesenswert, hat kein Happy End und endet zudem noch ziemlich krude. Ein großes Lob an die Übersetzerin Brigitta Kicherer, die es geschafft hat, einen lockeren Stil an den Tag zu legen. Ich kann kein schwedisch, kann daher zum Original nicht viel sagen. Wegen diesem Buch habe ich mir mehr von Peter Pohl zugelegt. Er hat sogar eine ->Heimseite und eine Mailadresse.
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Peter Pohl: Aber ich vergesse dich nicht (Men jag gömmer dig inte) (ISBN 3-446-19263-8), Erschienen 1997.
Jörgen lebt, wenn man das so nennen kann, mit seiner Mutter, die nichts als Schelte für ihn übrig hat. Er muß für Essen sorgen und schauen, wie er
ihr das Geld abluchsen kann. Geld, das sie sonst für Alkohol ausgibt. Ein Teil-Happy-End von Peter Pohl.
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Peter Pohl: Der Regenbogen hat nur acht Farben (Regenbågen har bara åtta färger) (ISBN 3-423-62029-3), Erschienen 1986. Heinrich kommt mit seiner schwedischen Mutter kurz vor Kriegsende nach Schweden zurück und bekommt prompt die Vorurteile seiner Altersgenossen zu spüren. Jeder, zu dem er ein wenig mehr Vertrauen schöpft, stirbt irgendwann. So zieht er sich immer weiter in sich zurück. Bis Ylva ihn einmal von den Repressalien seiner Mitschüler erlöst, ihn, der sich Henrik nennt. Der Beginn einer Freundschaft. Darf er hoffen? Glück und Schmerz, grenzenlose Verzweiflung, Peter Pohl beobachtet sehr genau und läßt den Leser mit seinem kleinen Hauptdarsteller alleine: Er zeigt keine Auswege aus dem Dilemma, läßt keinen Platz für Hoffnung. Das Leben ist, wie es ist. Und vielleicht ist alles verschwunden, wenn du die Augen wieder aufmachst...
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Peter Pohl: Während der Regenbogen verblaßt (Medan regenbågen bleknar) (ISBN 3-423-62052-8), Erschienen 1989. Er kann sich nicht mehr erinnern, er hieß mal Henrik. Jetzt heißt er Mikael und darf dankbar sein für seinen Oberbuchhaltervater, der dafür sorgt, daß er sein Aufwachsen in natura zurückzahlen muß, mit Graben und Schneeschippen. Über verworrene Wege kommt er dann in ein Sommerlager, wo er lernt, daß es auch positives gibt, Ablenkung und Freude. Dort wird er Micke genannt. Der kleine Micke, kleiner als alle anderen. Micke ist die Paralelle, der Erzähler von "Nennen wir ihn Anna" in einer anderen Zeit, später. Ein Junge mit Gedächtnisverlust, Zwischen Heim und Pflegeeltern hin- und hergeschubst. Gekauft nennt er es. Peter Pohl läßt daran keinen Zweifel. Gibt es auf der Welt denn sowas wie Hoffnung?
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Peter Pohl: Nennen wir ihn Anna (Vi kallar honom Anna) (ISBN 3-473-58088-0), Erschienen 1986. Anders Roos, ein 14jähriger Junge trifft durch Krankheit verspätet im Ferienlager ein. Jetzt sind die Rangordnungen schon vergeben - er ist der unterste. Er ist still und sieht auch nicht gerade wie 14 aus und wird daher zur Zielscheibe der überschüssigen Energie seiner Budenmitbewohner. Und Micke erzählt die Geschichte, Micke, die Sportskanone, dem einzigen Menschen, dem Anders nach und nach vertraut, bis es Micke zuviel wird. Ein sehr, sehr trauriges und auch erschreckendes, direktes Buch. Wem der Abschnitt eins weiter oben schon eine Gänsehaut verpaßt, weil es ihn nur allzusehr an seine eigene Schulzeit erinnert, sollte sich zweimal überlegen, ob er das lesen will. Es sei denn, er gehört zu denen, die in der Rangordnung oben standen. Peter Pohl drückt den blinden Haß der Mitschüler und Anders Ohnmacht in einer Art und Weise aus, die ziemlich unter die Haut geht.
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Peter Pohl: Glittras Auftrag (Glittras Uppdrag) (ISBN 3-44617343-9), Erschienen 1997.
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