RIAA-Entzerrerverstärker
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Mitte 2001 kam in mir der Wunsch auf, meine Platten mal wieder hören zu können - und sie auch zu digitalisieren. Der Transistorverstärker rauschte mir zu sehr zu diesem Zweck und hatte, bedingt durch die DIN-Ausgänge, einen für den Rechnereingang zu geringen Ausgangspegel. Außerdem finde ich Röhren kultiger als Transistoren.
Ich habe von ->Tobias Hermann einen Schaltungsvorschlag übernommen und in die Praxis umgesetzt.:

Schaltbild
Die Schaltung des Verstärkerchens
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Nähere Informationen zu der Schaltung gibt's bei Tobias unter dem obigen Link. Ich verwendete allerdings Standardbauteile aus der Bastelkiste (z.B. gebrauchte Widerstände und Kondensatoren) und die bei mir in angemessener Menge vorhandenen Röhren ECC81 und EF86 statt der von Tobias verwendeten Longlife-Typen mit besserer Qualität. Die von mir stattdessen verwendeten EF86 sind allerdings auf kling- und Rausch/Raschelarmut handselektiert.

Wer hat, kann auch E80F verwenden, die rauschen einen Tick weniger als meine EF86, sonst kann ich allerdings keinen Unterschied hören. Die beiden Typen sind Pinkompatibel, Tobias meint, man müßte nur 2 Widerstände ändern, um den Arbeitspunkt für diese Typen richtig einzustellen. Bitte diesbezüglich direkt bei ihm anfragen.

Beim Nachbau ist in erster Linie auf eine sorgfältige Abschirmung der Röhren nach außen zu achten. Das klassische "Röhren gucken aus dem Chassis raus" ist hier dem Störabstand absolut nicht zuträglich. Weiterhin ist ganz ganz wichtig, eine definierte Masseverdrahtung zu haben. Absolut keine Schleifen bilden! Sonst ist die Chance, daß es brummt, ziemlich hoch. Aus dem gleichen Grunde habe ich die signalführenden Buchsen isoliert vom Metallgehäuse montiert.

Der Leistungsbedarf ergibt sich zu 7,5mA Anodenstrom bei 200V, plus Heizung. Ergibt zusammen ca. 8W.

Frequenzgang
Der Frequenzgang der Schaltung


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Ansicht von Innen
Mit geöffnetem Deckel und ohne Abschirmkappen der EF86,
man kann die isolierte Montage der Cinchbuchsen auf Platinenresten gut erkennen.

Chassis von Unten
Die Schaltung
die Anzahl der Lötfahnen hat ziemlich genau hingehauen.

Diesen Verstärker habe ich innerhalb von einer Woche zusammengebaut.

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